Pressemitteilung
Verkehr um die Waldemarbrücke: Anwohner fordern endlich wirksame Verkehrsberuhigung
Berlin, 2. September 2026 – Die Verkehrssituation rund um die Waldemarbrücke bleibt für die Anwohnerinnen und Anwohner untragbar. Waldemarstraße, Leuschnerdamm und Legiendamm werden weiterhin als Abkürzung für den motorisierten Durchgangsverkehr genutzt. Die Folge sind Lärm, gefährliche Situationen und eine erhebliche Belastung für die Menschen im Wohngebiet.
„Unser Wohngebiet ist keine Durchfahrtsstraße“, sagt Tom Albrecht, Sprecher der Anwohnerinitiative. „Wir erleben insbesondere morgens und abends eine regelrechte Rushhour auf Kopfsteinpflaster. Der Verkehr gehört auf die Hauptstraßen – nicht durch unsere Wohnstraßen.“
Besonders problematisch ist die Geschwindigkeit des Autoverkehrs. Auf der Waldemarstraße gilt im betroffenen Bereich Tempo 10, auf Teilen des Leuschnerdamms und Legiendamms Tempo 20 beziehungsweise 30. Messungen der Anwohnerinitiative zeigen jedoch regelmäßig erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitungen. Das Fahren auf dem Kopfsteinpflaster verstärkt zusätzlich die Lärmbelastung.

Beschlossene Maßnahmen endlich umsetzen
Die Anwohnerinitiative fordert die Bezirksämter von Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte auf, die bereits beschlossenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung an der Waldemarbrücke zügig umzusetzen.
Speziell geht es um Diagonalsperren beziehungsweise Modalfilter, die den Durchgangsverkehr unterbinden, gleichzeitig aber die Erreichbarkeit für Anlieger, Rettungsdienste sowie Fuß- und Radverkehr sicherstellen.
Die Anwohner wollen nicht weitere Jahre auf eine Verbesserung warten. „Wenn Verkehrsberuhigung erst in zehn oder zwölf Jahren Realität werden soll, ist das für die Menschen, die heute hier leben, keine akzeptable Perspektive“, so Albrecht.
Verkehr muss auf die Hauptstraßen
Die Initiative macht deutlich: Es geht nicht darum, notwendigen Autoverkehr zu verhindern. Es geht darum, den Schleich- und Durchgangsverkehr aus dem Wohngebiet herauszuhalten.
Gefordert werden deshalb kurzfristig wirksame Maßnahmen – beispielsweise Diagonalsperren, tempogerechte Schwellen, eine veränderte Park- und Verkehrsführung sowie vom Bezirk Mitte gegenläufige Einbahnstraßenregelungen.
„Wir wollen keine autogerechte Abkürzung durch unseren Kiez. Wir wollen sichere Straßen, weniger Lärm und saubere Luft“, erklärt die Initiative.
Die Waldemarbrücke verbindet Waldemarstraße und den Bereich von Leuschnerdamm und Legiendamm und liegt an der Bezirksgrenze zwischen Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Gerade deshalb ist eine gemeinsame Lösung beider Bezirke notwendig.
Die Forderung der Anwohner ist eindeutig:
Verkehr gehört auf Hauptstraßen – nicht in Wohngebiete!
Die Anwohnerinitiative ruft weitere Bewohnerinnen und Bewohner dazu auf, sich zu beteiligen und gemeinsam für eine lebenswerte und sichere Luisenstadt einzutreten.
Kontakt:
Anwohnerinitiative „Um die Waldemarbrücke“
Webseite: https://verkehr-um-waldemarbruecke.de
E-Mail: waldebruecke@posteo.de
